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Stadtlauf in Aulendorf: Ein „heißes“ Rennen
(AULENDORF/bka) Beim 8. Stadtlauf in Aulendorf sah man im wahrsten Sinne des Wortes ein „heißes“ Rennen, in dem die Favoriten, Stefan Stahl und Margit Adelwarth ihrer Rolle gerecht wurden, wenngleich die Entscheidung bei den Männern erst im Schlussspurt fiel. |
Die Liste der Arbeiten im Vorfeld eines Stadtlaufes könnten allein einen Bericht füllen. Am Ende ist alles bereit: Absperrbänder, Startbanner auf Höhe der Volksbank, Zielkanal, Zeitnahme, Sprecherwagen, Wasserstellen, Duschmöglichkeiten, Meldebüro, Bewirtung, Auswertungsstab, Sanitäter und nicht zuletzt die unzähligen Helfer. Selbst die Bäckerei Leser war kreativ und hatte eigens für den Stadtlauf 200 Gebäckstücke in Form eines Läufers gebacken. Doch dann spielt das Wetter nur bedingt mit, denn trocken und warm wäre ja noch in Ordnung, aber Temperaturen um 38°C locken nur wenige Hobbysportler, sich noch spontan zum Stadtlauf nachzumelden. Dennoch waren etwa 200 Läufer zur 8. Auflage des Aulendorfer Stadtlaufes gekommen: Vom Spitzenläufer bis zu den Bambini war alles dabei. Die größte Sorge der veranstaltenden SGA Yetis war die Gesundheit der Teilnehmer an diesem Tag, doch die Sanitäter mussten nicht ein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Rennverlauf: In
der ersten Runde des auf 6 Runden angesetzten Hauptlaufes über 6.700
Meter versuchte Markus Kaiser (SV Reinstetten) den Lauf von vorn zu
bestimmen. Favorit und Streckenrekordhalter Stefan Stahl (TSG Ehingen)
begann verhaltener, blieb in Sichtweite zunächst auf Platz vier noch
hinter Michael Kurray (SGA Yetis) und dem Vorarlberger Sascha Walland.
Mit doch sichtbarem Abstand folgte der Sieger des Bad Waldseer
Lauffiebers und im Goldcup Führende Nikolai Widmann. Neben den drei
Vertretern der Aulendorfer Yetis, Torsten Moch, Tobias Schanne und Frank
Scharnweber, wurde die Verfolgergruppe vom Allgäuer Walter Löchle
(Laufteam Brunnenstub/Neukirch), dem Söflinger Michael Enderle, und von
Daniel Zuger vom SV Reinstetten komplettiert. Schon zu Beginn der
zweiten Runde war ein gehöriger Abstand zwischen dieser Gruppe und dem
Hauptfeld herausgelaufen. Bei
den Frauen waren Ende der ersten Runde die Verhältnisse schon ziemlich
klar geregelt: Die Erkheimerin und im Goldcup Führende Margit Adelwarth
lag vom Start weg in Führung und gab diese auch bis zum Ende nicht mehr
ab. Sie hatte nach den 1300 Metern schon 15 Sekunden auf ihre ärgste
Widersacherin Roswitha Weber (TSG Leutkirch) herausgelaufen, die sie bis
zum Ende auf 49 Sekunden ausbaute. An dritter Stelle lag zu Beginn der
zweiten Runde Birgit Fauser mit 25 Sekunden Rückstand zu Weber, aber
auch mit komfortablem Vorsprung zur Viertplatzierten. Fauser lief ein
konstantes Rennen bis zum Ende und belegte am Schluss mit 2:24 Minuten Rückstand
auf Adelwarth (25:59) Platz drei. In Runde zwei fiel
Walland zurück und belegte am Ende Platz 9. Kurray zog mit dem das
Tempo bestimmenden Kaiser gleich und auch Stahl schloss auf. Doch gegen
Mitte des Rennens musste Kurray zu Kaiser und Stahl abreißen lassen.
Kurrays Dritter Rang war jedoch bis zum Schluss nie gefährdet. An der
Spitze war nun bis zum Ende des Laufes ein Zweikampf entbrannt, der von
kleineren Tempoverschärfungen geprägt war. Erst beim gemeinsamen
letzten Eintreffen auf die Hauptstraße setzte Stahl zu einem
unwiderstehlichen Schlusssprint an, welcher allein die Zuschauer für
ihr Kommen entlohnte. Zunächst hielt Markus Kaiser noch dagegen, doch
mit zunehmender Nähe des Zieles vergrößerte sich sein Abstand auf
Stefan Stahl. Stahl gab in seinem Schlusssprint nicht nach und siegte in
22:07 Minuten nur um eine Sekunde vor Kaiser. Dritter wurde Michael
Kurray (23:03). 12 Sekunden hinter ihm lief Michael Enderle auf Platz 4,
während sich Nikolai Widmann (fit4tri Bad Waldsee) in 23:50 mit Platz 5
begnügen musste. Die SGA Yetis Torsten Moch (23:53/Platz 6) und Frank
Scharnweber (24:00/Platz 8) machten vor allem in der zweiten Hälfte des
Laufes noch Boden gut. Eine tolle Mannschaftsleistung komplettierte
Tobias Schanne mit Platz 10 in 23:25 Minuten. So ging die
Mannschaftswertung auch verdient an die SGA Yetis (Kurray, Moch,
Scharnweber) vor der zweiten Mannschaft der SGA Yetis (Schanne, M.
Rimmele, A. Kiestaller) und der LG Welfen (Dallio, Scholz, Berner). Bei
den Frauen war ebenfalls das heimische Team der SGA Yetis (Sterk, Rübsam,
I. Kiestaller) vor zwei Teams der LG Bad Waldseer Lauffieber (Fauser,
Opitz, Gornic) und (Abouid, Feder, S. Rimmele) erfolgreich. Im
Oberschwaben Goldcup führt nun bei den Frauen unangefochten Margit
Adelwarth (44 Punkte) vor Roswitha Weber (23) und Brigitte Hoffmann (LG
Welfen/22), während es bei den Männern bis zum letzten Lauf am
29.08.2010 in Bad Wurzach spannend bleibt, Denn hier führt Nikolai
Widman (26 Punkte) mit einem Punkt Vorsprung auf Michael Kurray (25) und
Stefan Stahl (24).
...und die anderen Läufe:
Bambinilauf
(400m/ohne Auswertung): Noch
vor dem Hauptlauf fanden die anderen Läufe des Tages statt. Die
Bambinis gaben bereits um 16 Uhr den Auftakt. Alle trugen die
verpflichtende Startnummer 1. Und ohne Zweifel gab jeder Alles. Doch
bewusst wird in diesem Lauf kein Sieger ermittelt. Stattdessen erhielten
alle eine kleine Anerkennung und so stand für die jüngsten die
erfolgreiche Teilnahme und der Spaß am „dabei sein“ im Vordergrund.
IhrSchreinerThaler-Sprint
(220m): Danach
waren die Sprinter gefragt. Beim „IhrSchreinerThaler-Sprint“ galt
es, 220 Meter auf der Hauptstraße möglichst schnell zu durchlaufen.
Hier erwiesen sich bei den Mädchen Uta Schmid aus Riedlingen in 33
Sekunden und bei den Jungen Justin Jones aus Aulendorf in 26 Sekunden
als die Schnellsten. Schüler- und Schülerinnenlauf
(1300m): Die
beiden Läufe der Schülerinnen und Schüler wurden auf Grund der überschaubaren
Teilnehmerfelder zusammengelegt. Bei den Mädchen setzte sich Kim
Kachold (5:40) von den SGA Yetis bereits vor dem Park von ihren
Mitstreiterinnen ab und erreicht als Erste das Ziel, während bei den
Jungen Raphael Hummel (LG Oberschwaben) vom Start weg souverän die Führung
des Feldes übernahm und die 1300 Meter in 4:37 Minuten am schnellsten
zurücklegte. DesignKonzept-Staffellauf
(4500m): Zehn Staffeln zu vier Läufern teilten sich jeweils die vier zu laufenden Runden des „Designkonzept-Staffellaufes“ über 4500 Meter. Gewechselt wurde jeweils auf Höhe des Bistro Kaktus. Da es hier sechs Wertungen gibt, war für die meisten ein Podestplatz greifbar. Dennoch legten sich die Teilnehmer ins Zeug. Die schnellste Staffel stellte das erste von 4 Teams des SV Ebersbach, welches in 17:27 Minuten das Ziel erreichte. Wirtelauf (220m):
Ein
schönes Bild gaben auch dieses Jahr wieder die 5 am traditionellen
Wirtelauf teilnehmenden Aulendorfer Gastronomen ab, die sich dieses Mal
etwas Neues ausgedacht hatten: Auf der Sprintstrecke in der Hauptstraße
rollten sie jeweils ein leeres Bierfass vor sich her. Auf halber Strecke
gönnten Sie sich überraschenderweise ganz ohne Eile ein frisch
Gezapftes, um im Anschluss die zweite Hälfte möglichst schnell das
Bierfass tragend ins Ziel zu bringen. Francesco Arlia aus dem Eiscafe
Salvatore Pepe ging als erster durchs Ziel. Weiterhin waren die
jeweiligen Vertreter des Schloss-Cafés Engel, der KIMO Pizza Kebab
Station, des Ritterkellers und des Bistro Kaktus an diesem nicht alltäglichen
Lauf beteiligt. Auf den Lauf im nächsten Jahr kann man also schon jetzt
wieder gespannt sein. |